Das Rätsel des Déjà-vu

2 von 3 Menschen hatten schon mal ein Deja-Vue-Erlebnis

2 von 3 Menschen hatten schon mal ein Deja-Vue-Erlebnis

Noch immer geben Déjà-vus Menschen weltweit viele Rätsel auf. Das Phänomen beschreibt das Gefühl, eine völlig neue Situation bereits schon einmal genau so erlebt zu haben. Unabhängig von Drogen oder Vergiftungen treten Déjà-vus auch bei völlig gesunden Menschen auf. Nach Schätzungen haben bis zu 90 Prozent aller Menschen bereits ein Déjà-vu gehabt.

Forscher setzen schon lange auf die Erforschung des merkwürdigen Phänomens. Sie erhoffen sich davon wichtige Erkenntnisse darüber, wie beim Menschen Gedächtnisstörungen auftreten, etwa bei Neurosen oder Psychosen. Noch grundsätzlicher erhofft man sich, durch die Erforschung der Déjà-vus besser zu verstehen, wie das menschliche Gehirn das Abbild der Realität konstruiert.

Zwei US-Forscher von der Duke-Universität im Bundesstaat North Carolina haben nun neue Erkenntnisse geliefert, die etwas Klarheit in die zerstrittene Debatte bringen könnten. Nach ihren Erkenntnissen sind beim Wiedererkennen von Situationen beim Menschen vor allem zwei verschiedene Hirnregionen aktiv. Eine davon speichert Eindrücke nur äußerst vage ab. Wird diese in einer anderen Situation aktiviert, kann der Betroffene das typische Déjà-vu-Gefühl bekommen.

So könnte es eine ganz einfache Erklärung dafür geben, warum Menschen so häufig davon überzeugt sind, dass sich etwas in der Vergangenheit zugetragen hat, das aber in Wirklichkeit gar nicht stattgefunden hat. Die Forscher fanden bei ihren umfangreichen Tests mit Freiwilligen heraus, dass eine Gehirnregion im Schläferlappen für die Speicherung präziser Details zuständig ist, während undeutliche Eindrücke eher am Scheitelbein registriert werden. Menschen, die hauptsächlich auf diesen Teil des Gedächtnisses setzen, laufen also besonders Gefahr, sich in ihren Erinnerungen zu täuschen.

Bilderrechte: © panthermedia.net/baz777 (Barry Barnes)

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