Tradition und Bedeutung des Tarot de Marseille

Spalinger träumte davon, das Deck als Holzschnitt herzustellen

Spalinger träumte davon, das Deck als Holzschnitt herzustellen

Das Tarot de Marseille ist ähnlich anderer Tarot-Decks. Es besteht aus 78 Karten, die sich in die großen Arkana und kleinen Arkana unterscheiden. Obwohl das Deck eine sehr alte Tradition aufweist, sind die aktuellen Karten, erst rund zehn Jahre alt. Ihre farbenfrohen Bilder hat der Grafiker und Künstler Otto Spalinger neu gestaltet. Dabei orientierte er sich an den traditionellen Bildern des Decks, sodass die Karten zu den Ursprüngen des Tarots führen. Aber nicht nur zu den geschichtlichen Wurzeln, sondern auch zu den menschlichen Wurzeln bringt das Tarot de Marseille. Denn vor allem die Illustrationen der Trumpfkarten, sprechen den Menschen durch ihre archetype Darstellung im Innersten an. „Tarot gibt uns die Möglichkeit, die Empfindungen, Gedanken und Kreativität im Menschen neu anzufachen“, sagt Spalinger nach der zweijährigen Beschäftigung mit dem Tarot.

Die Vorlage

Das Original des Marseiller Tarot-Deck, an dem sich Spalinger orientierte, stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts von dem Marseiller Schöpfer Nicolas Conver. Den alten Karten gab der Schweizer Otto Spalinger ein Gewand in neuen Farben. Die leuchtende Kolorierung verleiht den leicht veränderten Bilder ein sprühendes Leben.

Die Herstellungstechnik

„Am liebsten hätte ich 78 Holzschnitte erstellt, gedruckt und koloriert“, sagt Spalinger. Doch das Verfahren des Holzschnittes hätte vier bis fünf Jahre in Anspruch genommen. Das Deck wäre mit diesem alten Druckverfahren sehr teuer geworden. Deshalb skizzierte Spalinger die Illustrationen mit Bleistift und erstellt daraus einen Scherenschnitt. Danach verwendete Spalinger Aquarellfarben, um den Karten ihre aussagekräftige Farbsymbolik zu geben. Mit einem digitalen Druckverfahren wurden die Karten vervielfältigt, um sie in großer Auflage auf dem Markt zu bringen.

Wie die Karten des Tarot de Marseille im Detail hergestellt wurden, beschreibt Peter Cowen in seinem Buch „Astrology Center of America“ sehr ausführliche.

Bilderrechte: © panthermedia.net/ bortn66 (Andrey Bortnikov)

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